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Der Kupferpreis hat seit Mitte Oktober vergangenen Jahres einen rasanten Anstieg von gut 30% hinter sich. Mit überschreiten der Marke von 6.000 USD je Tonne hat der Preis zudem ein Niveau von zuletzt vor über 20 Monaten erreicht.

Unterstützend für den Preisanstieg ist dabei nicht nur eine anziehende Nachfrage aus China und den Industrieländern. Vor allem die seit Monaten andauernden Probleme bei der Förderung in den Minen sorgen dafür, dass die Angst vor einem Versorgungsengpass steigt und die Nachfrage derzeit weiter zunimmt.


Streik in der Escondida-Mine

Im Fokus des Marktes liegt derzeit besonders der seit knapp 2 Wochen andauernde Streik von Arbeitern in der Escondida-Mine in Chile. Die Escondida-Mine ist die größte Kupfermine der Welt und bedient jährlich rund 5% der weltweiten Nachfrage an Kupfer. Mehrheitlich ist die Mine im Besitz von BHP Billiton. Kleinere Anteile besitzen unter anderem Rio Tinto sowie die Mitsubishi Corp..

Am Montag scheiterte nun ein von der Regierung vermitteltes Treffen zwischen Vertretern des Betreibers BHP Billiton und der Gewerkschaft der streikenden Arbeiter. Damit bleibt offen, wann sich beide Seiten überhaupt erst auf eine zweite Verhandlungsrunde einigen. Die Differenzen beider Parteien reichen von Änderungen des Schichtsystems über Bonuszahlungen bis zu schlechtere Vertragsbedingungen für neue Arbeiter.


Produktionsstopp in der El Soldado-Mine

Ebenfalls blockiert ist die Förderung in der chilenischen El Soldado-Mine. Der Betreiber Anglo American hielt am Freitag die Produktion in der mittelgroßen Mine vorläufig an. Als Grund nannte das Unternehmen das Fehlen einer Genehmigung der Behörden für die Aktualisierung der Abbaupläne. Anglo American will nun den Bericht der Behörden genau prüfen, warum die Genehmigung nicht erteilt wurde.


Streit um neue Konzession für die Grasberg-Mine

Probleme gibt es auch immer noch für Freeport-McMoRan in Indonesien. Das US-amerikanische Unternehmen betreibt hier die Grasberg-Mine, die größte Gold- und die zweitgrößten Kupfermine der Welt. Seit Monaten streitet der stark von der Mine abhängige Konzern mit der indonesischen Regierung über die Konditionen einer neuen Abbaukonzession.

Indonesien will im Gegensatz zu den bisherigen Abbau- und Exportkonditionen einen deutlich höheren Gewinn aus dem Verkauf des Kupfers erzielen. Freeport-McMoRan sieht die bisherigen und für den Konzern äußert günstigen Konditionen jedoch als Grundlegend an, um den Bergbau in der Mine langfristig fortführen zu können.


Preisrallye geht weiter

Ein weiterer Anstieg des Preises für das wichtige Industriemetall ist aufgrund der anhaltend Probleme sehr wahrscheinlich. Analysten erwarten bereits, dass die Nachfrage das Angebot in diesem Jahr wieder übersteigen könnte. Das Überangebot an Kupfer auf dem Weltmarkt wäre dann erstmals seit sechs Jahren beendet.

Von dem Preisanstieg profitieren derzeit nicht nur die Händler der Kupfer-Futures sondern auch die Bergbauunternehmen und Rohstoffhändler wie Glencore, die ihre Aktivitäten im Kupferbergbau durch Zukäufe bereits wieder ausbauen.

 

Glencore PLC

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