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NEWSAm Sonntag gab es in rund 50 Städten Chiles Massenproteste gegen das private Rentensystem. Insgesamt sollen rund 1 Mio. Demonstranten auf die Straße gegangen sein. Alleine in der Hauptstadt Santiago de Chile protestierten laut Angaben der Organisatoren mehrere hunderttausend Menschen.

Sie demonstrieren für eine Abschaffung des privaten Systems, dass unter dem neoliberalen Kurs des ehemaligen Diktators Pinochet 1981 eingeführt wurde. Sechs Pensionsfonds verwalten derzeit ein Vermögen von rund 160 Mio. USD: Das kapitalgedeckte System soll den Menschen eine Rente von 70% ihres letzten Arbeitseinkommens garantieren.

Die ausgezahlten Beträge liegen jedoch weit unterhalb der versprochenen Höhe, da die Fonds nicht genug Rendite erwirtschaften. Die niedrigeren Auszahlungsbeträge verschärfen die soziale Situation der Empfänger und verstärken dadurch die Ablehnung des Systems in der Bevölkerung.

Mit den Demonstrationen wollen die Teilnehmer Druck auf die Regierung von Präsidentin Bachelet ausüben. Diese hatte vor wenigen Wochen eine Reform des Rentensystems durch zwölf Maßnahmen angekündigt. Die Demonstranten fordern jedoch komplette Umwandlung des Systems zur Umverteilung.

Mit Material von Deutsche Welle

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