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NEWSDie brasilianische Regierung unter Präsident Michel Temer hat neue Daten zu ihrem im September angekündigten Investitionsprogramm bekannt gegeben. Mit dem Programm soll die brasilianische Wirtschaft aus der Rezession geholt und das Haushaltsdefizit reduziert werden.

Am Dienstag gab Temer bekannt, dass das Investment Partnership Program (IPP) ein Volumen von 45 Mrd. BRL, umgerechnet 13,6 Mrd. EUR, umfasst. Im September lagen die Erwartungen für die Einnahmen noch bei 79 Mrd. BRL. Das Investitions- und Privatisierungsprogramm soll unter anderem der Bau und Betrieb von Projekten in den Bereichen Bergbau, Eisenbahn, Energie, Flughäfen, Häfen und Mautstraßen umgesetzt werden.

Die ersten Ausschreibungen des Programms sind noch für dieses Jahr geplant und der Rest soll dann in 2018 folgen. Von 125 Projekten die zur Auswahl standen werden nun 55 angeboten. Gezielt sollen damit private und darunter auch ausländische Investoren angelockt werden. Sie können Konzessionen oder Anteile an staatlichen Unternehmen erwerben. Neben Unternehmen aus den USA investieren besonders Firmen aus der EU in die brasilianische Wirtschaft. Bereiche wie Bau, Handel und Telekommunikation sind dabei die Hauptziele.

Der Internationale Währungsfonds erwartet für 2017 ein Wachstum der brasilianischen Wirtschaft von 0,2% und damit ein Ende der Rezession. 2016 war Bruttoinlandsprodukt um 3,6% geschrumpft.

Am Aktienmarkt Brasiliens ist bereits deutlich zu sehen, dass die Anleger einen wirtschaftlichen Aufschwung erwarten. Der Leitindex Bovespa hat innerhalb der letzten 12 Monate zeitweise um über 40% zulegen können. Bei dem vor kurzem erreichten Hoch bei über 69.480 Punkten ist zudem noch reichlich Luft nach oben. 2008 erreichte der Bovespa-Index sein Allzeithoch bei über 73.790 Punkten.

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