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Beim jüngsten Treffen von Recep Tayyip Erdogan und Wladimir Putin in St. Petersburg kam es zwischen Russland und der Türkei wieder zu einer Annäherung.

Nachdem Ende November 2015 ein russisches Kampfflugzeug vom Typ Suchoi Su-24 von einem F-16-Kampfjet des türkischen Militärs abgeschossen wurde, hatte Moskau weitreichende Wirtschaftssanktionen gegen die Türkei verhängt.


Russische Sanktionen sollen schrittweise aufgehoben werden

Für die türkische Wirtschaft hatte der Vorfall einschneidende Konsequenzen. Neben dem Einfuhrverbot von türkischem Obst und Gemüse traf es vor allem die türkische Tourismusbranche sehr hart. Russland hatte alle Charterflüge in die Türkei eingestellt.

Nach dem Gespräch der beiden Staatsoberhäupter am vergangenen Dienstag erklärte der russische Präsident jedoch, dass die Sanktionen gegen türkische Unternehmen schrittweise aufgehoben werden sollen, unter anderem ist vereinbart, dass der Import türkischer Lebensmittel wieder erlaubt wird.

Die Annäherung mit dem Ziel, die bilateralen  Beziehungen wieder auf das Vor-Krisenniveau zu bringen, hatte weiterhin zum Ergebnis, dass ein großes Projekt wieder ins Auge gefasst wird.

 

 

 


Zügiger Bau der Schwarz-Meer-Pipeline geplant

Der einst unter dem Projektnamen „TurkishStream“ geplante Bau einer Gas-Pipeline durch das Schwarze Meer soll nun zeitnah unter dem leicht veränderten Namen "TurkStream"umgesetzt werden, ließ der türkische Präsident Erdogan verlauten. Der russische Energieminister Alexander Nowak hingegen rechnet mit dem Baubeginn der ersten Etappe erst im zweiten Halbjahr 2019.

Die Pipeline mit einer avisierten jährlichen Kapazität von 63 Mrd. Kubikmetern Gas sollte auf Basis der ursprünglichen Planung von der russischen Stadt Anapa bis nach Kiyiköy verlegt werden.

Anfang Dezember hatte Russland das Großprojekt im Zuge der Sanktionen gegen die Türkei für beendet erklärt. Die Pipeline sollte als „Ersatz“ für das wegen der EU-Sanktionen im Zuge der Ukraine-Krise abgesagte Gas-Pipeline-Projekt „South Stream“ fungieren, um Südeuropa und die Türkei mit russischem Gas zu beliefern.


ISE 100 und RTS legen zu

Sowohl der türkische Leitindex ISE 100 als auch der russische RTS legten in den letzten Tagen und Wochen zu.

Der RTS stieg seit Anfang August von 904 Punkten um +5,42% auf 953 Punkte (10. August). Bereits seit Anfang des Jahres erholte sich der RTS in der Spitze von 629 Punkten (20. Januar) um fast +55%.

 


Chart: RTS-Index | Powered by GOYAX.de

Beim ISE 100 konnte man seit Anfang des Jahres ebenfalls zunächst eine deutliche Erholung bis Mitte April beobachten. Von 68.640 Punkten (21. Januar) ging es hinauf bis auf 86.659 Punkte, was einem Plus von +26,25% entspricht. In der Folge stürzte der Index jedoch unter den politischen Geschehnissen bis Juli wieder auf 71.747 Punkte ab und verlor somit in wenigen Wochen erneut über -17%. Seither legte der ISE 100 – nicht zuletzt wegen der Aussicht auf eine Annäherung an Russland – wieder um +8,58% auf 77.901 Punkte (10. August) zu. Eine dazu entsprechend parallele Entwicklung ist auch dem ISE National 30, dem Index mit den 30 größten türkischen Unternehmen, zu entnehmen (siehe Chart).

Mit Material von TRT

 


Chart: ISE National 30 | Powered by GOYAX.de
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