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Südafrika nennt sich selbst das Tor zum afrikanischen Kontinent. Als stärkste Wirtschaft des Kontinents mag das vermutlich auch bisher für viele Unternehmen der Fall gewesen sein. Ob das weiterhin so bleibt ist eine andere Frage.

Seit dem Minus von 1,5% 2009 konnte die Wirtschaft wieder zulegen. Nach 3% in 2011 sank das BIP-Wachstum 2012 jedoch auf 2,5%. Die Prognose der Regierung für 2013 musste erst kürzlich von 3% auf 2,7% korrigiert werden.

Mit Schuld an der Misere sind die nur langsam vorankommenden Reformen. Der Ausbau der für Wachstumsmärkte eigentlich guten Infrastruktur zieht sich immer wieder hin. Ein stärkerer Ausbau des Schienenverkehrs liegt hier im Fokus. Zudem werden wichtige Branchen wie Energie (15% des BIP) und Bergbau (18% des BIP) vernachlässigt.

Südafrikas staatlicher Energiegigant Eskom bekommt Milliardenhilfen von der Weltbank, zuletzt 3,75 Mrd. USD für ein Kohlekraftwerk. Stromengpässe kann es aber immer noch nicht vermeiden.

Der Bergbausektor mit Rohstoffen wie Gold, Platin, Eisen, Mangan und Chrom hat immer wieder mit blutigen Streiks zu kämpfen. Auch die wichtige Exploration neuer Vorkommen wird in den letzten Jahren immer mehr vernachlässigt. Unternehmen wie BHP Billiton und Anglo American verlagern ihr Geschäft zunehmend in die Nachbarländer. Zuletzt schreckten erneute Verstaatlichungsgerüchte auch ausländische Unternehmen ab.

Trotz der wachsenden Probleme, wie sinkender Exportnachfrage und einer „offiziellen“ Arbeitslosenquote von 24,9%, bietet Südafrika für Investoren weiterhin gute Möglichkeiten.

Ein verlässliches Rechtssystem und politische Stabilität sind wichtige Grundlagen. Südafrika ist der drittgrößte Exporteur von Agrarprodukten und kann mit einem wachsenden Tourismussektor aufwarten. Um weiterhin das Tor nach Afrika zu bleiben, sind allerdings schnelle Veränderungen notwendig.

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