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Mit erhöhten Leitzinsen wehren sich die Notenbanken vieler Schwellenländer gegen Währungsverfall und Inflation. In Verbindung mit dieser Maßnahme bietet die aktuelle Situation gute Chancen.

Auch Südafrikas Zentralbank hat nun den Leitzins erhöht. Wie die indische und vorgestern die türkische, will auch die South African Reserve Bank (SARB) damit den weiteren Währungsverfall stoppen und gleichzeitig die Inflation bremsen.

Die gestrige Erhöhung von 0,5% auf nun 5,5% wurde wohl in weiser Voraussicht getroffen. Stunden später gab die US-Notenbank eine weitere Drosselung ihrer Anleihenkäufe (Tapering) bekannt. Dass daraufhin weiter abfließende Kapital in den Schwellenländern, setzt die dortigen Währungen weiter unter Druck.

Seit letztem Jahr fließt massenhaft Kapital in Erwartung höherer Zinsen zurück in die USA. Besonders für die Volkswirtschaften in den Schwellenländern, die ein Handelsdefizit aufweisen, bedeutet dies ein herber Schlag. Der dortige Konsum wird überwiegend durch Importe befriedigt. Deren Finanzierung wird aufgrund der schwachen Währungen aber zunehmend teurer.

Jedoch entsteht durch die derzeitige Abwertung der Währungen durchaus auch  ein Vorteil. Durch die steigende ausländische Nachfrage nach den nun günstigeren Produkten kann die Exportwirtschaft der Schwellenländer nun wieder stärker wachsen. Höhere Importpreise senken in Verbindung mit nun gestiegenen Zinsen die Einfuhren.

Auf längere Sicht könnte beides so für eine Verringerung des Handelsdefizits sorgen und die Verschuldung verringern. Die höheren Leitzinsen verursachen zwar auch weniger Investitionen und Konsum im Inland, wirken aber dadurch der Inflation entgegen. Überhitzte Binnenmärkte werden somit auf eine solide Basis gestellt, um in Zukunft ein gesundes Wirtschaftswachstum zu generieren.

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