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Südafrika gehört, was Solarenergie betrifft, zu den Wachstumsmärkten mit dem größten Potenzial und der höchsten Attraktivität für Investoren. Waren 2011 nur 42MW Kapazität vorhanden, sollen es 2016 bereits 2 GW sein.

Die Solarbranche wächst beständig in Südafrika. Das Land am Kap bietet mit rund 2.500 Sonnenstunden pro Jahr ausreichend Sonneneinstrahlung und durch seine riesigen freien Landflächen genügend Platz, vor allem für Solarkraftwerke. Die Regierung hat hohe Leistungsziele und fördert den Ausbau erneuerbarer Energien. Das Feld wird jedoch nicht gänzlich ausländischen Unternehmen überlassen. Südafrika verfügt bereits über eigenes Know-how.


Weg vom Dreck

Das mit der Stromversorgung ist in Südafrika so eine Sache. Der staatliche Energiekonzern Eskom betreibt zu wenige Kraftwerke. Zudem sind diese alt, marode und werden zu 90% mit Kohle betrieben. Eine schmutzige Angelegenheit. Und zudem müssen die Menschen oft stundenlange Stromausfälle hinnehmen und immer höhere Preise zahlen. Für Erneuerbare Energien ergibt sich daraus eine gute Chance, mehr Marktanteile zu gewinnen, da der Strom zu konkurrenzfähigen Preisen geliefert werden kann.

Aufgrund der desolaten Lage bei der Stromversorgung und des riesigen Potenzials für Erneuerbare Energien, gibt es deshalb seit 2011 das Renewable Energy Independent Power Producers Programme (REIPPP). Gefördert von zuerst 250 Mio. USD der Weltbank und 1,5 Mrd. USD der Standard Bank Group Ltd. soll das Programm eine saubere und sichere Energieversorgung ermöglichen und bis 2020 zusätzlich 5 Mio. Arbeitsplätze schaffen.

Das südafrikanische Energieministerium schreibt in diesem Programm Projekte für Großanlagen Erneuerbarer Energien aus. Allein bei der Photovoltaik will man bis 2030 eine Kapazität von 8.400 MW errichten. Das Zwischenziel für 2016 von 1.450 MW wurde dank der bisher erfolgreichen Auktionen bereits übertroffen. Für Südafrika ein wichtiger Schritt, denn es kämpft unter anderem wegen der Stromversorgung mit einem abgeschwächten Wirtschaftswachstum von zuletzt 1,9% in 2013.


Heimisches Potenzial

Neben US-amerikanischen Herstellern wie Sunpower Corp. und dem in diesem Jahr in Südafrika eingestiegenen deutschen Produzenten SMA Solar sind vor allem chinesische Unternehmen im südafrikanischen Markt präsent. JA Solar Holdings Co. Ltd. und Powerway PV SA Pty. Ltd. haben bereits ein Tochterunternehmen mit einer Solarmodulfabrik errichtet. Die Fabrik soll eine jährliche Modulproduktion von bis zu 600MW ermöglichen. Darüber hinaus will man auch in Zusammenarbeit mit südafrikanischen Unternehmen ein Solar Modul Leasing ermöglichen.

Das bereits in den USA und Europa mögliche Leasing bietet vor allem privaten Haushalten und kleineren Unternehmen eine Möglichkeit für eigene Solaranlagen. Die chinesischen Unternehmen greifen dabei mittlerweile größtenteils auf die lokale Produktion zurück und importieren immer weniger aus ihrem Heimatland. Das Energieministerium will ohnehin die Förderung für importierte Solarprodukte streichen, um die eigene Branche weiter auszubauen.

Die südafrikanische Branche ist dabei nicht zu unterschätzen. Eine Forschung gibt es bereits seit über 20 Jahren. Die Universität von Johannesburg hat eine eigene Produktionsanlage für Dünnschichtmodule errichtet und damit eigenes Know-how bewiesen. Auf dem heimischen Markt und bei den Ausschreibungen sind ohnehin viele südafrikanische Unternehmen wie AE-AMD Renewable Energy Ltd., Basil Read Pty Ltd., BioTherm Energy Pty Ltd. und South African Renewable Green Energy Pty Ltd. vertreten. Einige von ihnen könnten in Zukunft auch auf dem globalen Markt mitmischen.

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