wrapper

Breaking News

Am Montag verkündete der südafrikanische Möbelhersteller Steinhoff International Holdings N.V. (ISIN: NL0011375019) das Scheitern der Fusionspläne mit der südafrikanischen Shoprite Holdings Ltd. Für Steinhoff geht die Suche nach neuen Fusions- und Übernahmezielen damit weiter.

Beide Konzerne konnten sich nicht auf ein Tauschverhältnis der Aktien einigen. Shoprite sollte die südafrikanischen Handelsaktivitäten von Steinhoff übernehmen und im Gegenzug neu auszugebende Aktien von Shoprite erhalten. Um die Kontrolle über das Afrika-Geschäft zu behalten hätte Steinhoff zudem die von den gemeinsamen Aktionären, der Pensionsfonds PIC und die Beteiligungsgesellschaft Titan, gehaltenen Anteile an Shoprite übernehmen sollen.


Übernahme folgt auf Übernahme

Für Steinhoff bedeutet die Absage der Fusion erst einmal einen erneuten Rückschlag. Im vergangenen Jahr musste Konzern bereits die Übernahme der britischen Einzelhandelsunternehmen Darty plc und Home Retail Group plc absagen. Bei beiden Übernahmeversuchen unterlag Steinhoff den Angeboten der Mitbewerber.

Das seit 2015 auch an der Frankfurter Börse und seit 2016 im MDAX gelistete Unternehmen aus dem südafrikanischen Johannesburg wird seine Expansionspläne jedoch weiter vorantreiben. Die Diversifizierung der Geschäftsaktivitäten und der Ausbau von Marktanteilen sind seit mehreren Jahren oberstes Gebot.

2011 übernahm Steinhoff bereits die französische Möbelhauskette Conforma und stieg hinter Ikea zum zweitgrößten Möbelhändler Europas auf. 2015 kaufte man zudem die südafrikanische Pepkor Holdings, die mehrere Einzelhandelsaktivitäten unter sich bündelt.

Im vergangenen Jahr folgten dann die Übernahmen des britischen Einzelhandelskettenbetreibers Poundland sowie des US-amerikanischen Matratzenherstellers Mattress Firm. Die Expansion konnte somit trotz der Fehlschläge bei Darty und Home Retail fortgesetzt werden.


Unbegrenzte Wachstumsmöglichkeiten

Auch in 2017 dürfen Anleger darauf hoffen, dass das Unternehmen seine Wachstumsdynamik durch weitere Übernahmen steigern will. Das besonders starke aber auch hart umkämpfte Europageschäft bietet Steinhoff vor allem Möglichkeiten zur Diversifikation. Gleiches gilt auch für den Heimatmarkt Südafrika, wo man mit dem Einstieg in Unitrans und Hertz bereits in den Automotive-Sektor vorgestoßen ist.

Weitere Übernahmen in den bestehenden Geschäftsbereichen in Europa sind jedoch nicht auszuschließen. Die Möglichkeiten in der Peer-Group bei Möbeln, die z.B. den schwedischen Küchenhersteller Nobia AB umfasst, sind keinesfalls ausgeschöpft.

Deutliche Ausbauchancen für das Möbelgeschäft bieten sich zudem in Schwellenländern. Asien erweist sich mit Ländern wie China, Indien, dem Iran und den Staaten Südostasiens als ein Feld nahezu unbegrenzter Wachstumsmöglichkeiten.

Einiges an Wachstumspotential könnte aber auch eine noch stärkere Orientierung nach Osteuropa bringen. Der Konzerngründer Bruno Steinhoff baute das Unternehmen ab 1964 mit Möbeln aus Ostdeutschland auf und könnte sich nun in den Weiten der ehemaligen Sowjetunion auch neue Produktions- und Absatzmärkte erschließen. Mit den Produktions- und Handelsaktivitäten in Polen und anderen osteuropäischen Ländern verfügt man bereits über eine solide Basis für eine weitere Expansion.

 

Steinhoff International Holdings N.V.

Steinhoff International Holdings N.V.
Powered by GOYAX.de

 


Einstiegszeitpunkt bleibt günstig

Ob ein wenig „back to the roots“ in Osteuropa oder womöglich sogar neue Märkte in Mexiko oder Brasilien. Die Möglichkeiten bei Steinhoff scheinen unbegrenzt. Während sich in Europa das Geschäft mehr und mehr in Luxus- und Billigwaren aufspaltet und hart umkämpft wird, bieten die wachsenden Mittelschichten in den Schwellen- und Entwicklungsländern die gesamte Breite an Preismöglichkeiten in einem ständig wachsenden Umfeld an.

Mit der Verlegung der Erstnotierung nach Frankfurt Ende 2015 wollte Steinhoff nur die Aufmerksamkeit von mehr Investoren auf sich lenken. Dies gelang, nicht zuletzt wegen der Aufnahme in den MDAX. Das Handelsvolumen der Aktie stieg innerhalb weniger Monate rasant an und der Konzern bestätigte die Investoren mit immer besseren Geschäftszahlen.

Für Anleger bietet die Steinhoff-Aktie bei einem derzeitigen Kursniveau um den Ausgabekurs von 5,00 EUR noch eine günstige Einstiegsmöglichkeit. Wer es vielleicht noch etwas günstiger haben will, kann zudem den nächsten Übernahmeversuch abwarten und von einem Rücksetzer des Kurses profitieren. Die Aktie bietet sich als ideales Investment für langfristig orientierte Anleger an, die für ihren Einsatz mit einer konstanten Wachstumstory belohnt werden könnten.

Schlagwörter

Weitere Artikel - Afrika & Middle East

Anzeige