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Südafrikas Wettbewerbsbehörde hat die lokale Tochter des weltgrößten Stahlkonzerns ArcelorMittal S.A. (ISIN: LU0323134006) zu einer Rekordstrafe verurteilt. Wegen illegaler Preisabsprachen muss das Unternehmen 110 Mio. USD zahlen.

Nach eigenen Angaben wurden von dem Unternehmen Preise abgesprochen und Informationen mit Konkurrenten ausgetauscht. Die Wettbewerbshüter verhängten trotz des Geständnisses die bislang höchste Strafe.


Kein Entkommen aus den roten Zahlen

Das Tochterunternehmen ArcelorMittal South Africa Ltd. (ISIN: ZAE000134961) steckt seit Jahren in den roten Zahlen. Die Strafe könnte nun die positiven Effekte, der von der südafrikanischen Regierung zuletzt verhängten Zölle auf Stahlimporte sowie des Sparprogramms, zunichtemachen.

Der durch den niedrigen Stahlpreis und die schwache Nachfrage ohnehin angeschlagenen Konzern ArcelorMittal bekommt damit noch mehr Kostendruck. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 97 Mio. Tonnen Stahl produziert. Der Umsatz ging das vierte Jahr in Folge zurück. Am Ende stand unter anderem wegen Abschreibungen auf Lagerbestände ein Minus von fast 8 Mrd. USD in den Büchern.

Ein Ende der Sparprogramme, die bereits zehntausende Arbeitsplätze, Hochöfen, Bergwerke und andere Sparten gekostet haben, ist bislang nicht in Sicht. Ein neues wurde im vergangenen Jahr aufgelegt, um das Ergebnis zu verbessern und die Schulden weiter abzubauen.

 

ArcelorMittal South Africa Ltd. 


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Lakshmi bleibt optimistisch

Konzernchef Lakshmi Mittal blickt jedoch optimistisch in die Zukunft. Sein Fokus liegt auf der Entwicklung des Unternehmens im Vergleich zur Konkurrenz und nicht auf der Entwicklung des Marktes. Höhere Stahlpreise und Einsparungen bescherten im zweiten Quartal dieses Jahres wieder ein besseres Ergebnis.

Eine von vielen geforderte Spezialisierung vom Massenstahl hin zu Spezialstählen sieht er wegen einer zu geringen Nachfrage als nicht sinnvoll an. Er verteidigt zudem die Fusion von Arcelor und Mittal vor zehn Jahren. Die Synergien und Einsparungen haben dem Konzern enorme Vorteile gebracht. Auch den Ausbau der eigenen Rohstoffförderung befürwortet er weiterhin, die den Cashflow des Konzerns steigert.

Mittal sieht den Konzern durch die bisherigen Veräußerungen von Unternehmensteilen und die letzte Kapitalerhöhung in Höhe von 3 Mrd. USD als gestärkt an, um die Krise zu überwinden und weitere Zukäufe zu tätigen.

 

ArcelorMittal S.A.


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Mit Material von reuters/dpa
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