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Der südafrikanische Möbelhersteller Steinhoff International Holdings N.V. (ISIN: NL0011375019) hat am Montag sein Börsendebüt im Prime Standard der Deutschen Börse in Frankfurt gegeben.

Das 1964 in Deutschland gegründete Unternehmen hat seinen Sitz in Amsterdam und seinen operativen Hauptsitz in Johannesburg, wo es auch an der Börse notiert ist. Hierzulande waren Steinhoff Aktien bisher nur im Freiverkehr handelbar. Während in Johannesburg noch eine Zweitnotierung der Vorzugsaktien (ISIN: ZAE000068367) erhalten bleibt, verfolgt man mit der Aufnahme in den Prime Standard nun höhere Ziele.

Steinhoff wurde in Europa durch die 1,2 Mrd. EUR teure Übernahme der rund 200 Möbelgeschäfte von Conforma aus Frankreich bekannter. Das Unternehmen ist seitdem nach Ikea der zweitgrößte Möbelhersteller Europas und in Deutschland mit der Möbelhauskette Poco sowie in Österreich mit Kika und Leiner vertreten.

Die Pläne für den Börsengang in Frankfurt wurden bereits Mitte letzten Jahres bekannt gegeben. Da Steinhoff durch zahlreiche Übernahmen eine komplexe Unternehmensstruktur hat, wurde für die Notierung in Frankfurt die Holding in Amsterdam gegründet.

Bei der Notierung in Frankfurt wurde Steinhoff nun mit rund 20 Mrd. EUR bewertet. Der Umsatz beläuft sich auf rund 10 Mrd. EUR jährlich. In Zukunft will das Unternehmen vor allem Schulden reduzieren und die Expansion weiter vorantreiben. Mit weiteren Übernahmen ist zu rechnen. Anfang des Jahres wurde in Südafrika das Unternehmen Pepkor für rund 4,1 Mrd. EUR übernommen.

Überschattet wurde der Börsengang allerdings von einer Razzia der Staatsanwaltschaft Oldenburg am Standort in Westerstede. Sie ermittelt gegen vier Manager des Unternehmens. Ihnen wird vorgeworfen die Umsätze und somit die Zahlen des gesamten Konzerns geschönt zu haben. 

Mit Material von Steinhoff

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