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Das südafrikanische Bergbauministerium will dem Schweizer Rohstoffkonzern Glencore plc (ISIN: JE00B4T3BW64) die Lizenz für die Optimum-Kohlemine entziehen und veranlasste bereits deren Schließung.

Vor der Ankündigung des Ministeriums stellte Glencore einen Insolvenzantrag für die Mine, weil der Betrieb wegen zu hoher Förderkosten nicht mehr möglich sei. Die Maßnahmen sind Folge eines mehrmonatigen Streits zwischen der Regierung, dem Energiekonzern Eskom und Glencore wegen des Personalabbaus des Unternehmens in der Mine.

Glencore sah sich wegen zu niedriger Preise für vertraglich vereinbarte Kohlelieferungen an den staatlichen Energiekonzern Eskom gezwungen, die Produktionskosten zu senken. Die Verhandlungen mit Eskom für eine vertragliche Neuregelung scheiterten, worauf Glencore die Restrukturierung der Mine inklusive eines Stellenabbaus begann, was zum Streit mit dem Ministerium führte. Eskom kündigte im Juni die Vereinbarung und verhängte zusätzlich Strafzahlungen, was Glencore vor kurzem veranlasste den Insolvenzantrag zu stellen.

Südafrikas Bergbauindustrie steckt wegen niedriger Rohstoffpreise und stetig steigender Förderkosten in einer Krise. Die Unternehmen, meist ausländische Konzerne, geraten dabei wegen Kostensenkungsprogrammen in Konflikt mit den mächtigen Gewerkschaften und der Regierung.

 

Einschätzung des EmergingMarkets-Magazin für die Aktie von Glencore auf Sharewise:

https://www.sharewise.com/de/ratings/547351

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