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Russland blieb auch im vergangenen Jahr mit 36 Mio. Tonnen der wichtigste Erdöllieferant der Bundesrepublik Deutschland. Dies geht aus aktuellen Daten des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle hervor.

Im Vergleich zu 2015 konnte die russische Föderation ihren Anteil an den Importen Deutschlands sogar noch von 35,7% auf 39,6% ausbauen und erreichte damit einen größeren Anteil als in 2012 mit 36,2%. 2013 ging der russische Marktanteil auf 33,8% und 2014 auf 33,6% zurück.

Anteile von jeweils 1% verloren haben dagegen Norwegen und Großbritannien, die jeweils die zweit- und drittgrößten Lieferanten sind. Ihr Anteil bleibt jedoch, wie auch der russische, seit Jahren relativ konstant. Sie kamen 2016 zusammen auf einen Marktanteil von 22,2%. An vierter Stelle der größten Lieferländer steht Kasachstan mit 9,2%, gefolgt von Aserbaidschan mit 5,6%.

Insgesamt importierte die Bundesrepublik in 2016 Rohöl im Volumen von 91,1 Mio. Tonnen aus über 30 Ländern. Vor allem aufgrund der niedrigen Ölpreise sowie eines geringen Rückgangs der Importe um 0,2 Mio. Tonnen sanken die Kosten für die Einfuhren im Vergleich zum Vorjahr um 6,4 Mrd. EUR auf 26,1 Mrd. EUR.

 

 Rohöl - Sorte Brent

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Die zuletzt wegen der Ukrainekrise oft kritisierte Abhängigkeit von russischem Erdöl und auch Erdgas hat sich damit nach einer gewissen Entspannung der Lage sogar verstärkt. Russland gehört jedoch wie Großbritannien und Norwegen zu den verlässlichsten und oft auch günstigsten Lieferanten Dies liegt vor allem an kurzen, sicheren und gut ausgebauten Transportwegen.

Andere große Exporteure wie Libyen und Nigeria sind dagegen häufig von Konflikten und wirtschaftlichen Problemen heimgesucht, die die Exportmengen stark schwanken lassen. Nigeria, bis 2016 noch einer der fünftgrößten Rohöllieferanten Deutschlands gewesen, kämpft mit einer immer maroder werdenden und von Anschlägen militanter Gruppen bedrohten Erdölinfrastruktur, was zu rückläufigen Produktionsmengen führt. Zudem ist die Stabilität des Erdölexports ständig durch Korruption und Piraterie gefährdet.

Mit Material von dpa

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