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In anhaltend schwierigem Umfeld konzentriert sich der Erdöl- und Erdgasproduzent Wintershall Holding GmbH zunehmend auf das chancenreiche Geschäft in Russland.

Durch die Kooperation mit dem russischen Gaskonzern Gazprom PJSC (ISIN: RU0007661625) ist die gemeinsame Förderung in Sibirien zu einem der wichtigsten Standbeine für das Tochterunternehmen der BASF SE (ISIN: DE000BASF111) geworden.

Somit ist Russland auch eine der Regionen, wo Wintershall in diesem Jahr noch investiert. Die Bilanz des letzten Jahres und die Prognose für 2016 zwingen das Unternehmen zu einem Sparkurs. Die Kosten sollen in diesem Jahr um mindestens 200 Mio. EUR verringert werden, wodurch auch die Investitionen im Vergleich zum Vorjahr um 28% auf 1 Mrd. EUR sinken.

Durch die Überprüfung der Ausgaben konzentriert das Unternehmen seine Investitionen in den Ausbau der Förderung auf günstige Regionen wie Russland und Argentinien. Projekte in teureren Ländern werden dadurch aufgeschoben. Bis 2020 sollen sich die Investitionen auf insgesamt 4,8 mrd. EUR belaufen.

2015 brach der Umsatz von Wintershall, trotz der um 13% gesteigerten Fördermenge, um 14% auf rund 13 Mrd. EUR ein. Grund dafür war neben dem niedrigen Ölpreis der Verkauf von Unternehmensbereichen wie dem Gasspeichergeschäft an Gazprom. Unterm Strich blieb ein Gewinn von rund 1 Mrd. EUR, der durch Abschreibungen in Höhe von über 600 Mio. EUR belastet wurde.

Der anhaltend niedrige Ölpreis und der immer noch schwache Euro belasten die zahlen auch weiterhin. Für das laufende Jahr erwartet Wintershall einen deutlichen Einbruch beim Umsatz und beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern.

Mit Material von Wintershall

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