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Laut eigenen Angaben führt der Automobilherstellers Volkswagen AG (ISIN: DE0007664005) Gespräche mit potentiellen Partnerunternehmen aus Indien, um auf dem dortigen Markt maßgeschneiderte Lösungen anbieten zu können.

Nähere Angaben zu den Gesprächspartnern wurden jedoch seitens Volkswagen nicht gemacht. Dafür sei es noch zu früh, wie ein Sprecher des Konzerns sagte. Berichte über erste Gespräche gab es aber bereits im vergangenen Jahr.


Partnerschaften als einzige Chance

Indischen Medien zufolge führt Volkswagen bereits konkrete Gespräche über eine Zusammenarbeit mit Tata Motors Ltd. (ISIN: INE155A01022). Demzufolge könnte Volkswagen eine Plattform sowie Produktionskapazitäten des indischen Herstellers für die Produktion von Billig-Autos benutzen. Im Gegenzug soll Tata Motors technisches Know-how von Volkswagen erhalten.

Eine Zusammenarbeit mit heimischen Herstellern ist die einzige Möglichkeit, um auf dem indischen Markt größere Anteile zu erobern. Bestes Beispiel ist das Gemeinschaftsunternehmen Maruti Suzuki India Ltd., das fast die Hälfte des PKW-Marktes beherrscht. Das indisch-japanische Joint-Venture profitiert hier besonders von seiner führenden Position bei Zweirädern, die rund 75% aller motorisierten Fahrzeuge in Indien ausmachen.

Alle anderen heimischen und ausländischen Hersteller erreichen gerade einmal Anteile im einstelligen Bereich. Lediglich das koreanische Unternehmen Hyundai Motors verfügt über 16% Marktanteil. Volkswagen sowie auch Tata sind daher dringend auf Partner angewiesen.

Tata benötigt ausländisches Know-how, da auch in Indien die technischen Anforderung in Bezug auf Sparsamkeit, Umweltschutz und Sicherheit steigen. Für Neuwagen und Mini-Busse wurde nun erstmals eine ABS-Pflicht eingeführt.

Volkswagen dagegen braucht nicht nur die Bekanntheit einer heimische Marke, sondern auch bessere Verbindungen zur Politik des Landes. Die Regierung unter Premier Narendra Modi hatte mit dem "Make in India"-Programm bereits Anreize für ausländische Unternehmen geschaffen, um eine lokale Produktion aufzubauen und wird auch Joint-Ventures mehr unterstützen.

 

Tata Motors Ltd.

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Indiens enormes Potential

Im Hinblick auf das in Zukunft schwächer werdende Wachstum des Automobilmarktes in China, mögliche Schwierigkeiten in den USA und das immer noch riesige Potential in Indien, kann eine Kooperation nun bald nur noch zu spät eingegangen werden.

In Indien liegt die Motorisierungsrate derzeit bei etwas über 20% und das beio einer Bevölkerung von 1,2 Mrd. Menschen. Von den motorisierten Fahrzeugen sind zudem erst knapp 20%  PKW.  Bis 2020 soll das Land mit einem Absatz von jährliche 9 Mio. Fahrzeugen zum drittgrößten Markt der Welt aufsteigen.


Harte Konkurrenz aus Fernost

Vor allem japanische Konkurrenten haben deutsche Hersteller bei ihrem Kampf um Marktanteile dabei zu fürchten. Honda Motors beginnt bald mit dem Bau seines dritten Werkes in Indien und Volkswagens Hauptkonkurrent Toyota Motors will mit seiner Billigmarke Daihatsu seinen Marktanteil bis 2025 auf 10% verdoppeln.

Derzeit prüft Toyota aber auch eine Kooperation mit dem heimischen Konkurrenten Suzuki, um auf dessen Lieferantennetzwerk in Indien zugreifen zu können. Suzuki soll im Gegenzug dafür Technik von Toyota erhalten.

 

Volkswagen AG

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