wrapper

Breaking News

Die neue Regierung unter Premier Narendra Modi hat ihren ersten Haushaltsplan vorgestellt. Mit dem neuen Plan will die regierende BJP vor allem die Wirtschaft wieder stärken und ihre Versprechen einlösen.

Das Wirtschaftswachstum war seit 2012 unter 5 % gefallen und soll nun in den kommenden Jahren wieder auf 7 bis 8% ansteigen. Somit kann die Wirtschaft auch dringend benötigte Arbeitsplätze für die stark wachsende Bevölkerung schaffen. Auch die immer noch stark vernachlässigte Infrastruktur soll verbessert werden. Ein Fokus liegt dabei auf dem großen aber maroden Eisenbahnnetz.


Mehr ausländische Investoren

Zum Wirtschaftswachstum sollen auch wieder verstärkt ausländische Unternehmen beitragen. In Branchen wie Versicherung und Rüstung sind Anhebungen der Beteiligungsobergrenzen vorgesehen. Die derzeitige Grenze soll von 26 auf 49 % angehoben werden. Indien verhindert immer noch viele ausländische Investitionen durch zuviel Bürokratie, strenge Vorschriften und verschlossene Märkte.

Finanzminister Jaitley sieht auch eine Sanierung des Staatshaushaltes vor. Das derzeitige Defizit von 4,5 % soll zusätzlich durch eine Steuerreform gesenkt werden. In den letzten Monaten begann die Regierung bereits mit Untersuchungen zur Steuerhinterziehung, denn viele vermögende Inder schaffen große Summen an Kapital ins Ausland. Die Regierung wird auch die Subventionen für Nahrungsmittel, Dünger und Treibstoff prüfen. Diese kosten den Staatshaushalt jedes Jahr umgerechnet rund 30 Mrd. EUR.


Immer noch große Armut

Eine drastische Kürzung der Subventionen wird jedoch kaum möglich sein. Durch die erst kürzlich neu veröffentlichte Armutsstatistik steht die Regierung unter Druck. Laut den neuen Berechnungsgrundlagen hat Indien nun rund 100 Mio. mehr in Armut lebende Menschen. Die Vorgängerregierung stand schon häufig in der Kritik zu wenig für die nun 363 Mio. Menschen getan zu haben.

Schlagwörter

Weitere Artikel - Asien

Anzeige