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Novartis hat im Patentstreit um ein Lungenkrebsmedikament gegen den indischen Generikahersteller Cipla gewonnen.

Es ist bereits ein jahrelanger Streit, der um den großen und wachstumsstarken indischen Pharmamarkt geführt wird. Ausländische Hersteller schienen bisher in den Verfahren um Patentrechte das Nachsehen vor den Gerichten zu haben. Doch ein neues Urteil nährt die Hoffnung auf eine Verbesserung des Klimas für ausländische Unternehmen.


Unerlässliche Generika

Der indische Generikakonzern Cipla Ltd. (ISIN: INE059A01026) darf keine Kopie des Lungenmedikaments Onbrez von Novartis mehr herstellen. Das Obergericht in Neu Delhi gab damit der Klage des Schweizer Pharmakonzerns Novartis AG (ISIN: CH0012005267) statt. Dieser ging gegen die im Oktober vergangenen Jahres von Cipla auf den indischen Markt gebrachte Kopie vor, die dort zu einem Fünftel des Originalpreises erhältlich ist.

Novartis kann somit auf dem hart umkämpften Pharmamarkt in Indien einen Erfolg verbuchen. Die indischen Generikahersteller wie Cipla und Sun Pharmaceutical Industries Ltd. (ISIN: INE044A01036 ) kopieren die teuren Medikamente der ausländischen Konzerne und machen sie dadurch auch für die ärmeren Bevölkerungsschichten Indiens erschwinglich. Mehrere Klagen von Pharmakonzernen wie Novartis und Bayer AG (ISIN: DE000BAY0017) wurden bereits abgewehrt. Diese führen als Rechtfertigung für einen Patentschutz vor allem die Kosten für die Erforschung an. Novartis besitzt nun bis 2020 das Patent auf Onbrez.

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