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In den ersten sechs Monaten dieses Jahres sind die Exporte von Wein aus Südafrika nach China um 68% angestiegen. Der Branchenverband Wines of South Africa rechnet bis zum Jahresende sogar mit einem Anstieg von bis zu 100%.

Südafrikas Weinbauern setzen dabei auch auf das Aussehen der Flaschen und kreieren eigene Marken für den chinesischen und den gesamten asiatischen Markt. Edles Aussehen mit leuchtenden Farben und Tiersymbolen sowie zu Afrika passende Namen stehen hoch im Kurs.

Wichtigster Markt für Südafrikas Winzer bleibt laut dem Branchenverband jedoch Europa. Hierhin gehen jährlich immer noch über 420 Mio. Liter, also 75% aller Exporte. Wachstum wird hier jedoch kaum noch verzeichnet und die Gewinne sinken von Jahr zu Jahr.

Der Weinkonsum steigt in China weiterhin stark an. Pro-Kopf dürfte er wohl mittlerweile bei fast zwei Litern liegen. 2010 lag er noch unter einem Liter. Konsumiert wird aber fast nur Rotwein.

Der Anstieg hängt auch mit dem steigenden Einkommen und dem Wegfall der Zölle auf Weinimporte zusammen. Somit können sich immer mehr Chinesen Wein leisten, dessen Genuss bis vor wenigen Jahren nur reichen Unternehmern oder hohen Parteifunktionären vorbehalten war.

China selbst verzeichnet jedoch nicht nur steigende Importe, sondern auch einen stetig zunehmenden Weinanbau im eigenen Land. Mittlerweile soll die Anbaufläche dort in 2014 auf 799 Tsd. Hektar angewachsen sein. Damit verfügt China vor Frankreich mit 792 Tsd. Hektar und hinter Spanien mit 1 Mio. Hektar über die zweitgrößte Anbaufläche weltweit. Insgesamt sind dass 11% der gesamten Weinanbaufläche der Erde.

Bei der Produktion und der Qualität hat China jedoch noch aufzuholen. Exportiert wird chinesischer Wein kaum. Zudem wurden 2014 auf dieser riesigen Fläche nur 11 Mio. Hektoliter produziert. Knapp 2 Mio. mehr als in Deutschland. Zum Vergleich ist Frankreich mit 46,6 Mio. Hektolitern der größte und Spanien mit 41,6 Mio. Hektolitern der drittgrößte Produzent.

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