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Vom 13. bis zum 15. März fand im ägyptischen Urlaubsort Sharm El-Sheikh die internationale Wirtschaftskonferenz „Egypt Economic Development Conference“ statt.

Die Konferenz mit rund 1.700 Teilnehmern aus internationaler Wirtschaft und Politik ist die Auftaktveranstaltung zu einem groß angelegten Reformprogramm der ägyptischen Übergangsregierung unter Präsident Fattah El-Sisi. Um das Land wirtschaftlich voranzutreiben und die erwarteten 4% Wirtschaftswachstum zu erfüllen, plant man eine Reform des Energiesektors, die Konsolidierung des Staatshaushalts und eine allgemeine Entbürokratisierung.


Bauen wie die Pharaonen

Im Vordergrund der Konferenz standen jedoch die Bauprojekte der Regierung und aus deren Sicht war sie ein voller Erfolg. Die internationalen Investoren sagten Finanzierungen in Höhe von über 40 Mrd. EUR zu. Mehrere Aufträge wurden bereits vergeben, unter anderem auch an General Electric und Siemens, die Kraftwerke errichten sollen. Siemens konnte zudem Absichtserklärungen für weitere Projekte unterzeichnen und will in den nächsten Jahren rund 10 Mrd. EUR in Ägypten investieren.

Besonders hervor sticht bei den Projekten die geplante neue Hauptstadt des Landes. 45 km von der aus allen Nähten platzenden Hauptstadt Kairo und 80 km vom im Ausbau befindlichen Suezkanal entfernt, soll auf 700 Quadratkilometern eine neue moderne Stadt für 5 Mio. Menschen entstehen. Im Plan inbegriffen ein Themenpark und ein internationaler Flughafen. Die Bauzeit wurde auf 12 Jahre veranschlagt und soll 75 Mrd. USD verschlingen.

 



Schritte auf dem Weg zur Stabilität

Nach dem Militärputsch in 2013 versucht die Regierung das Land nicht nur durch Repression, sondern auch durch wirtschaftliche Entwicklung zur Ruhe zu bringen. Geplante Reformen sollen Investitionen anlocken. Vorrangige Ziele sind dabei die Öl- und Gasindustrie, der Energiesektor sowie die Immobilien- und Baubranche. Das beeinflusst besonders die Infrastruktur und somit prestigeträchtige Projekte, die über die immer noch präsente Unruhe und den Terror im Land hinwegtäuschen.

Jedoch ist es ein Anfang, um das von Unruhen und Terror geplagte Land wieder etwas zur Normalität gelangen zu lassen. Alleine auf den Tourismus kann man sich nicht dauerhaft verlassen. Auf den Ausbau der Infrastruktur folgen bekanntlich auch Investitionen in andere Industriezweige. Ägypten ist mit seinen 90 Millionen Einwohnern ohnehin schon seit langem ein beliebter Standort für die Konsumgüterindustrie. Eine zunehmende Stabilität bringt dem Land somit Arbeitsplätze und auch etwas mehr Wohlstand für die gebeutelte Bevölkerung.

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