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Die ägyptische Zentralbank hat die Landeswährung Ägyptisches Pfund (EGP) am Donnerstag um 48% abgewertet. Der bislang bei 9 EGP je US-Dollar festgelegte Kurs wurde nun auf 13 EGP gesenkt.

Eine Abwertung der Währung ist Bedingung für den Erhalt von Hilfsgeldern des Internationalen Währungsfonds (IWF). Die ägyptische Regierung hatte Verhandlungen mit dem IWF aufgenommen und Hilfen in Höhe von 12 Mrd. USD in den kommenden drei Jahren in Aussicht gestellt bekommen.

Über die Auszahlung muss nun noch das Direktorium des IWF entscheiden. Zudem fehlt dem Land noch die verlangte Absicherung durch Finanzhilfen aus anderen Staaten. Die Verbündeten Ägyptens im nahen Osten, wie Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate, haben bislang nur 2 Mrd. der verlangten 6 Mrd. USD zugesagt. Saudi-Arabien, das Ägypten in den vergangenen Jahren stets mit Milliardenhilfen, vor allem für die Rüstung, unterstützt hat, hatte im Oktober aber die monatliche Hilfslieferung von Benzin ausgesetzt.

Ägypten ist dringend auf ausländische Hilfen angewiesen. Nach den politischen Krisen der letzten Jahre ist die Wirtschaft geschwächt. Vor allem der Tourismus, der Devisen ins Land bringt, leidet noch unter den Folgen der Regierungsumstürze und den häufigen Terroranschlägen. Der Mangel an ausländischem Kapital heizt somit den Schwarzmarktpreis an und hindert die heimischen Unternehmen daran dringend benötigte Güter zu importieren.

Die Bevölkerung des Landes hat durch den Mangel an Importgütern mit steigender Arbeitslosigkeit und Inflation zu kämpfen. Der Preisanstieg macht sich vor allem bei den Lebensmitteln bemerkbar, deren Preise seit Beginn des Jahres teilweise um bis zu 50% angestiegen sind.

Mit Material von AP

 

 

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