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Der ägyptische Präsident As-Sisi befindet sich in dieser Woche auf Staatsbesuch in Russland. Bei den Gesprächen ging es neben den wirtschaftlichen Beziehungen auch um die Zusammenarbeit im Bereich der Atomenergie.

Wie das ägyptische Energieministerium berichtete, soll am Mittwoch ein Vertrag mit der staatlichen russischen Agentur für Atomenergie, Rosatom, unterzeichnet worden sein. Rosatom wird dem Vertrag zufolge vier Atomreaktorblöcke in Ägypten errichten. Der Bau soll so schnell wie möglich beginnen, um ab 2020 mit der Testphase beginnen zu können. Der Vorvertrag für das erste ägyptischen Atomkraftwerk wurde bereits im Februar unterzeichnet. Russland will ein hochmodernes Kraftwerk der neuesten Generation errichten, Brennelemente liefern und Fachkräfte schulen.

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem russischen Präsidenten Putin kündigte Präsident As-Sisi auch erste Schritte zur Errichtung eines russischen Industriegebietes am neu ausgebauten Suezkanal an. Im Juli war bereits eine Delegation russischer Investoren und Unternehmer nach Ägypten gereist, um dort Verhandlungen über zwei Industriezonen zu führen. Russische Unternehmen sollen dort unter anderem Autos, Schiffe und Züge produzieren, mit denen der ägyptische Markt und auch Märkte anderer afrikanischer Länder beliefert werden.

Auch die ägyptischen Streitkräfte sollen weiter aufgerüstet werden. Insiderberichten zufolge soll es Verhandlungen mit Frankreich über den Kauf zweier Mistral-Hubschrauberträger geben, deren Verkauf an Russland wegen der Ukrainekrise gestoppt worden war. Gerüchten zufolge sollen die Mittel dafür aus den arabischen Golfstaaten kommen.

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