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In Ägypten wurde am Donnerstag die Eröffnung des neuen Suezkanals gefeiert. Der um einen zweiten Kanal, teilweise parallel zum alten verlaufende, erweiterte und zusätzlich vertiefte Suezkanal ist ein Prestigeprojekt der Regierung.

Vor allem ist es aber auch ein Projekt der ägyptischen Armee, die den Kanal kontrolliert und vor Anschlägen schützt. Auf diese Weise will das Militär ihre Rolle als Beschützer des Landes und das Vertrauen der Bevölkerung in sich stärken. Die Übergangsregierung unter dem Präsidenten und ehemaligen Armeechef As-Sisi muss Stärke beweisen und zeigen, dass sie Ägypten und seine angeschlagenen Wirtschaft voranbringen kann.

Der Bau des neuen 37 km langen Kanals wurde mit Hilfe ausländischer Unternehmen aus den Niederlanden, Belgien und den USA in nur einem Jahr fertiggestellt. Das Megaprojekt sollte ursprünglich ausschließlich von ägyptischen Unternehmen gebaut werden, wäre dann aber später fertiggestellt worden. Dafür hätte es auch nur die Hälfte der nun 8 Mrd. USD an Kosten verursacht.

Die Ziele des Kanals, die Einnahmen bis 2023 von derzeit 5,3 Mrd. USD auf über 13 Mrd. USD zu erhöhen, und die Anzahl der Schiffe von täglich 49 auf 97 zu verdoppeln, scheinen zurzeit utopisch. Jährlich passieren über 17.000 Schiffe den Kanal.

Reedereien sehen einen Vorteil durch die Verkürzung der Wartezeiten, weil Schiffe nun gleichzeitig in beide Richtungen fahren können. Die Durchfahrtskosten mit fast 300.000 USD pro Schiff sind aber immer noch teuer und somit bleibt eine Umschiffung Afrikas immer noch eine Alternative. Zudem war der Kanal bisher nur zu rund 70% ausgelastet.

 

 

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