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NEWSDer russische Stahlhersteller Evraz plc (ISIN: GB00B71N6K86) verkauft ein weiteres Tochterunternehmen in der Ukraine. Dies gab das Unternehmen bereits am Freitag bekannt. Für 110 Mio. USD wird das Bergbaukombinat Evraz Sukha Balka von der Berklemond Investments Ltd., einem Unternehmen der ukrainischen Development Construction Holding, übernommen. Evraz Sukha Balka gehört zur Evraz- Holdinggesellschaft Kadish Ltd. Nach einer Anzahlung von 25 Mio. USD muss der Rest des Kaufpreises bis Ende dieses Jahres bezahlt werden.

Evraz Sukha Balka umfasst eine Erzanreicherungsanlage und zwei Eisenerzminen mit geschätzten Reserven von zusammen 100 Mio. Tonnen Eisenerz. 2016 förderte das Unternehmen 2,5 Mio. Tonnen Erz. Der Umsatz lag bei 145 Mio. USD und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern bei 26 Mio. USD. Die Förderung liegt derzeit jedoch still. Eine Verlängerung der Förderlizenz wurde von ukrainischen Behörden verweigert und seitens der Staatsanwaltschaft wurden Ermittlungen wegen illegaler Förderung aufgenommen.

Evraz, Russlands zweitgrößter Stahlhersteller, hatte das Unternehmen sowie weitere ukrainische Fabriken für Erz und Koks 2007 gekauft. Ein geplanter Ausbau der Produktion der übernommenen Unternehmen wurde jedoch durch die Wirtschaftskrise in der Ukraine von 2009 verhindert. Die sich durch die Ukraine-Krise seit 2014 stark verschlechternden Bedingungen für russische Unternehmen haben bei Evraz dazu geführt, die Aktivitäten im Land zu veräußern. Neben Evraz Sukha Balka wurden seit 2015 bereits zwei Koksfabriken verkauft. Der Konzern besitzt nun noch ein Stahlwerk in der Ukraine.

In der vergangenen Woche konnte Evraz sich zudem einen Großauftrag von den Philippinen sichern. Evraz wird der SteelAsia Manufacturing Corp. monatlich 50.000 Tonnen Stahl-Knüppel liefern. Der Auftrag hat einen Wert von jährlich 250 Mio. USD.

 

Evraz plc


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