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NEWSLaut dem Vorsitzenden des Ostausschusses der deutschen Wirtschaft, Wolfgang Büchele, könnte der Handel mit Russland in diesem Jahr im zweistelligen Bereich zunehmen. Büchele, gleichzeitig Vorstandsvorsitzender der Linde AG, hält 10 % und mehr für möglich, wenn der Ölpreis und der Kurs der russischen Währung Rubel stabil bleiben.

Bereits in den ersten zwei Monaten verzeichnete der bilaterale Handel einen Zuwachs von 37,3 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dafür war besonders der gestiegene Import von russischem Erdgas verantwortlich. Die sich abzeichnende Erholung der russischen Wirtschaft und damit auch der Kaufkraft soll sich jedoch positiv auf die deutschen Exporte auswirken und das Handelswachstum nachhaltig unterstützen.

Der seit 2014 stark gesunkene Ölpreis und die Abwertung der Währung haben Russlands Wirtschaft in die Rezession gesteuert. Die Wirtschaftskrise verdeutlichte zudem fehlende und lange verschleppte Reformen. Darunter eine breitere Diversifizierung der Wirtschaft.

Zur Rezession geringer beigetragen haben indes die Sanktionen der EU und der USA, die im Zuge der Krim-Annexion und dem Konflikt in der Ostukraine 2014 verhängt wurden. Sie hatten eher einen langfristig positiven Effekt auf die heimischen Unternehmen, die ihren Marktanteil in Russland wegen fehlender Konkurrenz vergrößern konnten.

Belastet haben die Sanktionen dagegen den Handel Russlands mit Deutschland und den anderen EU-Staaten. Zusammen mit der durch die Rezession gesunkenen Nachfrage in Russland haben die Sanktionen den deutsch-russischen Handel von 80,6 Mrd. EUR in 2012 auf 48 Mrd. EUR in 2016 einbrechen lassen. Das Handelsvolumen zwischen der EU und Russland ging dadurch seit 2013 um 35% und damit um rund 120 Mrd. EUR zurück.

Mit Material von dpa

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