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Laut russischen Statistiken soll das Handelsvolumen zwischen Russland und den USA trotz der von den USA verhängten Sanktionen im vergangenen Jahr um 6% zugelegt haben.

Im März dieses Jahres wurden Güter im Wert von 702,1 Mio. USD von US-Konzernen nach Russland exportiert. Medienberichten zufolge soll es daran liegen, dass viele US-Unternehmen Wege finden die Sanktionen zu umgehen. Viele Konzerne hatten sich von vornherein gegen die Sanktionen ausgesprochen.

Im Zusammenhang mit der Umgehung der Sanktionen wurde zuletzt auch der Softwareriese Cisco Systems Inc. (ISIN: US17275R1023) genannt. Der US-Konzern ermittelt intern wegen Korruptionsverdacht in der Außenstelle in Moskau, bestreitet jedoch die Vorwürfe wie Dokumentenfälschung in Bezug auf Russland.

Schlechtes Licht auf einige Unternehmen wirft auch der weitere Ausbau der Geschäftsbeziehungen mit russischen Unternehmen. Hier sticht vor allem Boeing Co. (ISIN: US0970231058) hervor. Der Flugzeughersteller hatte in der EU massiven Druck ausgeübt, dass diese ebenfalls Sanktionen verhängt und verschärft. Gleichzeitig hat das Unternehmen im vergangenen Jahr seine eigenen Geschäftsbeziehungen mit Russland verstärkt.

Das ambivalente Verhalten der US-Konzerne geht somit vor allem auf Kosten europäischer Unternehmen. Das Handelsvolumen zwischen der EU und Russland schrumpfte 2014 um rund 10%. Vor allem deutsche Unternehmen leiden massiv unter den Sanktionen und der daraus verstärkten Wirtschaftskrise in Russland. Laut Daten des Statistischen Bundesamtes brachen die Exporte aus Deutschland im vergangenen Jahr um 18% ein.

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