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Die litauische Regierung überlegt, den Gaslieferungsvertrag mit dem russischen Konzern Gazprom OAO (ISIN: RU0007661625) nicht zu verlängern. Der Ende dieses Jahres auslaufende Zehnjahres-Vertrag deckt Litauens Bedarf mit 2,5 Mrd. Kubikmetern jährlich zu 100%. Um die vollständige Abhängigkeit von russischem Gas jedoch zu verringern, wurde im November ein Flüssiggasterminal an der Küste errichtet, um dort LNG-Tankschiffen das Anlegen zu ermöglichen. Auch unterschrieb man im August einen Fünfjahres-Vertrag über die jährliche Lieferung von 540 Mio. Kubikmetern Flüssiggas durch den norwegischen Konzern Statoil ASA (ISIN: NO0010096985).

Litauen sieht sich durch das Terminal nun in einer besseren Verhandlungsposition, da es nun auch auf andere Anbieter zurückgreifen kann. Zudem ermöglicht die Kapazität des Terminals von 4 bis 5 Mrd. Kubikmetern auch eine Belieferung der Nachbarstaaten Lettland und Estland. Der Preis für das russische Gas liegt rund 15% über dem Weltmarktpreis. Die Einsparungen beim Umstieg auf Flüssiggas dürften sich jedoch im Rahmen halten, da es 20% teurer ist als herkömmliches Erdgas.

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