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Aktualisiert am 29.01.2016

Beim Besuch des iranischen Präsidenten Hassan Rohani in Frankreich wurde nun der lange erwartete Großauftrag für die Airbus Group SE (ISIN: NL0000235190) unterzeichnet.

Iranische Staatsmedien ließen den Abschluss mit Bezug auf Aussagen französischer Beamten am Donnerstag Vormittag verlauten. Der Iran bestellt für seine nationale Fluglinie Iran Air nach Angaben von Airbus 118 neue Maschinen, um seine durch die Sanktionen marode gewordene Flotte zu modernisieren. 

Angekündigt war eine Großbestellung zwischen 114 und 127 Maschinen. Bestellt wurden nun 12 Maschinen des Großraumflugzeugs A380, 16 A350 Langstreckenjets, 27 A330 und 18 A330neo sowie 21 A320 und weitere 24 A320neo. Der Auftrag hat nach Listenpreisen einen Gesamtwert von 27 Mrd. USD. Bei der enormen Größe der Bestellung wird Airbus aber einen großzügigen Rabatt gewährt haben. Der Hersteller soll so schnell wie möglich mit der Auslieferung beginnen und diese bis 2020 abschließen. Bezahlt werden die Maschinen über einen Zeitraum von zehn Jahren. Hinzu kommt zudem noch der Kauf einer bisher unbekannten Anzahl von gebrauchten Flugzeugen des Typs A340.

Für Airbus kommt die Bestellung zu einem guten Zeitpunkt. Neben der schleppend verlaufenden Veräußerung von Teilen der Rüstungssparte mehrten sich zuletzt auch die Gerüchte, dass die polnische Regierung den im April letzten Jahres unterzeichneten Vorvertrag über die Lieferung von 50 Militärhubschraubern durch Airbus Helicopters zurückzieht.

Die regierende nationalkonservative Partei PiS will den Auftrag demnach lieber einem Produzenten in Polen erteilen. Ihre Vorgängerregierung hatte den Auftrag wegen der Krise im Nachbarland Ukraine schneller vergeben als ursprünglich geplant. Für Airbus würde der Rückzieher einen Umsatzverlust von mehreren Milliarden bedeuten. Der Auftrag aus dem Iran gleicht diesen eventuellen Verlust jedoch mehr als nur aus.

Ein weiteren Vertrag mit der Delegation aus iranischen Ministern und Unternehmenschefs konnte auch der Automobilhersteller PSA Peugeot Citroen S.A. (ISIN: FR0000121501) unterzeichnen. Das Unternehmen kann sein geplantes Werk im Iran errichten, um bis 2020 dort jährlich rund 200.000 Fahrzeuge für den lokalen Markt zu produzieren.

Neben möglichen Aufträgen für die staatliche Eisenbahngesellschaft SNCF und dem Maschinen- und Anlagenbauer Fives Group, sollen auch Vereinbarungen in den Bereichen Gesundheitswesen, Landwirtschaft und Umwelt unterzeichnet werden.

 

 

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