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Die chinesische Regierung hat am Montag ihren Wirtschaftsplan für das kommende Jahr vorgestellt. Darin geht es vor allem um Reformen, durch die sich die Wirtschaft stärker an der Angebotsseite orientieren soll. 

Konkret geht es bei den Reformen neben Steuersenkungen, Gesetzesänderungen und dem verstärkten Fokus auf Innovationen auch um den Abbau der Überkapazitäten in der Industrie und eine Drosselung der Produktion für die nächsten Jahre. Neben der Solarbranche ist unter anderem auch die Stahlbranche davon betroffen. Diese flutet den Weltmarkt derzeit mit billigem Stahl, um die Überkapazitäten abzubauen.

Auf die Meldung reagierten die Aktienkurse europäischer Stahlunternehmen am Mittwoch bei Handelseröffnung sehr positiv. Um teilweise mehrere Prozent legten die Kurse der ThyssenKrupp AG (ISIN: DE0007500001), der Salzgitter AG (ISIN: DE0006202005), der ArcelorMittal S.A. (ISIN: LU0323134006) sowie auch des Stahlhändlers Klöckner & Co. SE (ISIN: DE000KC01000) zu.

Die europäischen Stahlkonzerne waren, durch die billigen Stahlexporte Chinas und den daraus resultierenden niedrigen Stahlpreis, zuletzt stark unter Druck geraten. Bis auf ThyssenKrupp, dessen Konzernumbau bereits seine positive Wirkung zeigt, mussten fast alle Stahlkonzerne ihre Prognosen für 2015 und 2016 nach unten korrigieren.

Da auch in China die Stahlnachfrage rückläufig ist und viele Unternehmen unter Last ihrer Schulden zusammen zu brechen drohen, wird die Branche in den kommenden Jahren weiterhin konsolidieren, was ohnehin auf dem Plan der Regierung steht. Chinas Stahlkonzerne bleiben somit auch in Zukunft starke Konkurrenten für Europas Stahlkocher. Aus der Konsolidierung der Branche werden einige gestärkt hervorgehen und vielleicht schon in wenigen Jahren auf Einkaufstour in Europa gehen.

Im kommenden Jahr könnte der Abbau der Überkapazitäten in China für etwas Erholung bei den Umsätzen europäischer Stahlunternehmen sorgen, doch die weltweite Nachfrage befindet sich derzeit nicht auf dem aufsteigenden Ast. Spar- und Restrukturierungsprogramme werden auch weiterhin nötig sein. 

 

 

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