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Die vietnamesische Fluggesellschaft Vietjet Air hat 20 Maschinen des Typs A321 bei der Airbus Group SE (ISIN: NL0000235190) bestellt. Der Auftrag hat nach Listenpreis einen Wert von rund 2,39 Mrd. EUR.

Kaufrausch

Für Airbus ist es nicht der erste Großauftrag der Airline. Im Zuge der Luftfahrtmesse in Singapur bestellte Vietjet im Februar 2014 63 Maschinen. Im November vergangenen Jahres wurden auf der Dubai Airshow weitere 30 Maschinen des Typs A321 in Auftrag gegeben.

Die private Billigfluggesellschaft aus Hanoi begann ihren Betrieb 2011 mit drei geleasten A320. Mittlerweile sind 22 Maschinen im Einsatz und 214 weitere bestellt. Neben 114 Maschinen von Airbus, der Großteil Modelle in der spritsparenden neo-Version, hat Vietjet Air im Mai auch 100 Maschinen vom Typ 737 Max bei Boeing geordert.

 

Airbus Group SE

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Expansion in Ostasien

Neben der Bedienung von Zielen innerhalb Vietnams will die Fluggesellschaft vor allem international expandieren. Neben 34 Inlandsverbindungen werden bereits 16 Verbindungen in südostasiatische Länder wie Malaysia, Myanmar, Singapur und Thailand angeboten. Die Ausweitung der Flugverbindungen soll sich in Zukunft auch auf Nordostasien mit möglichen Zielen in China, Japan und Russland konzentrieren. Südkoreas Hauptstadt Seoul wird bereits angeflogen.

Vietjet Air wurde von Nguyen Thi Phuong Thao gegründet. Sie hat die Fluglinie in nur fünf Jahren zum Überflieger gemacht, der von der wachsenden Mittelschicht Vietnams profitiert. In 2015 transportierte Vietjet bereits 10 Mio. Passagiere. Der Umsatz hatte sich dabei im auf umgerechnet 488 Mio. USD verdreifacht. Mit geschätzten 15 Mio. Passagieren in diesem Jahr wird es die nationale Vietnam Airlines als größte Fluggesellschaft des Landes ablösen.

Thao war zuvor in der Immobilienbranche tätig und nutzte danach die Öffnung des Luftfahrtsektors in Vietnam. Sie lernte zuvor jahrelang von CEOs anderer Fluggesellschaften wie JetStar und AirAsia. 2012 sorgte Vietjet für Aufsehen weil die Flugbegleiterinnen die Passagiere im Bikini bedienten.

 

Börsengang für die großen Pläne

Noch in diesem Jahr soll die Airline an die Börse gehen. Rund 30% der Gesellschaft sollen für 300 Mio. USD an der Börse in Hong Kong oder Singapur veräußert werden. Thao besitzt derzeit einen Anteil von über 90%. Vier Banken unterzeichneten bereits einen Vertrag für das IPO. Neben der Deutsche Bank AG gehören hierzu auch BNP Paribas, JP Morgan und VietCapital.

Der Börsengang wird Vietjet Air das nötige Kapital bringen, um die internationale Expansion voranzutreiben. Thao will die Low-Cost-Airline zu einer globalen Fluggesellschaft nach dem Vorbild von Emirates machen.

Mit Material von Airbus Group

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